EINE KURZE GESCHICHTE DES WANDELS


 

Erstes Kapiltel, um 1930: Eine Elefantenherde, beladen mit Hab und Gut einer wohlhabenden Groβfamilie, kommt im ianger Treck von Burma in die Gegend von Chiang Mai, lässt sich in einem Wald nieder, erwirbt Land, verstaut die mitgebrachten Schätze in Tongefäβen und vergraebt sie, stellt ein Häuschen für die Ahnen auf und baut Häuser. Der Kem des Dorfes Sanpeesue ist geboren. Yai, die Mutter von Joy, ist damals noch ein Baby..

Zweites Kapitel, in den fünfziger und sechziger Jahren: Yai, inzwischen erwachsen und Lehrerin geworden, heiratet Dha. Der thailändisch-chinesischer Abstammung, ist Instrumentenbauer, Musiker, Tischler und Lehrer. Die beiden bekommen Kinder. Siriporn, Joy und Sanit. Ihr Anwesen wird zum kulturellen Mittelpunkt des Dorfes. Dha leitet die auf traditionellen nordthailändischen Instrumenten spielenden Musiker, Yai fuehrt die Tänzerinnen an.

Drittes Kapitel, in den achtziger und neunziger Jahren: Joy entwickelt sich früh zum Oberhaupt der Familie. Sie studiert Home Economics an der Universität von Chiang Mai. Ihre Liebe gilt der Landwirtschaft. Sie gründet in Sanpeesue das Restaurant “Groβmutters Küohe”, erschlieβt und veräuβert Land und hat mit 27 Jahren bereits 90 Arbeitsplätze geschaffen. Das Dorf liegt nich mehr im Wald, sondern wird zum Auβenbezirk von Chiang Mai, aber es ist noch da: mit kleinen Läden, Hühnern und Gockeln, Hunden, Mopeds und Katzen und Menschen, von denen viele miteinander verwandt sind, weil ihre Vorfahren einst mit Elefanten aus Burma kamen.

Viertes Kapitel, 1999 bis 2001: Joy’s House wird im Beisein internationaler Gäste eröffnet. Als ein Gast spaeter gefragt wird, was ihn an Joy’s House am moisten beeindruckte, schreibt er: “Erstens die Herzlichkeit, Offenheit und Freundschaft der Familie. Und zweitens: Wo immer wir mit Joy’s Familie hingingen – ob zum Angeln, in die Berge, in die Doerfer, zu Zeremonien oder in Tempel -, waren keine Toursten da. Ich habe Thailand ohne Touisten kennengelernt. Ich habe mich mit Thais befreundet. Ich will am liebsten hierbleiben. Eine unglaubliche Erfahrung.”

Journalisten kommen – darunter die “Zeit”,”Geo”, der ”Stern”, der “Rheinische Merkur”, die “Welt”, die “Sueddeutsche Zeitung”,”tz”, die Muenchener “Abendzeitung”, der “Muenchener Merkur” und andere mehr und schreiben aehnlich wie jener Gast: “.bin ich in einem kleinen Paradies gelander”, oder: “.dem Gast erschliessen sich Welten, zu denen er als Tourist keinen Zugang hätte”. Joy’s House wird international ausgezeichnet.

Fuenftes Kapitel,2002: Mit einem Filmteam recherchiert Juergen Zimmer in Doerfern noerdlich von Chiang Mai die Folgen der Seuche Aids. Junge Eltern sterben und lassen verstoerte Kinder zurueck. Oft ueberleben die Kinder nur unter miserablen Bedingungen. Joy und Juergen Zimmer beschliessen eine School for Life fuer Aidswaisen und Kinder der Armen aufzubauen. Juergens Familie gibt das Startgeld und Joy’s Familie stellt Gelaende auf ihrer Farm zur verfuegung. Schon bald gibt es ein Eroeffnungsfest und die ersten Kinder kommen. Ein Kreis von Freunden und Foerderern bildet sich zu dem auch mehr und mehr Gaeste von Joy’s House gehoeren

Sechstes Kapitel, 2006 bis 2007: Die School for Life waechst schnell, bie 2006 ist sie zu enem kleinen Dorf herangewachsen mit 140 Kindern und 40 Lehrern und Farmern. Ein neues, warmherziges, im Alltag funktionierendes Familienkonzept muss entwickelt, finanziert und umgesetzt warden. Joy und Ulrike Meister gruenden hierfuer das Partnerprojekt Chidren’s Shelter Home. Seit 2007 uebernehmen sie den gesamten Familienbereich der School for Life. Seit Maerz 2007 leben auch 12 behinderte Kinder mit uns. “Lakeland Children’s Shelter Home” (ein Grundstueck mit einem grossen Lotusteich) ist ihr neues Zuhause geworden, es liegt etwa 5 Minuten von der School for Life entfernt.